Inhalt

Vorwort
Ich beschreibe, was uns auf den Israel National Trail getrieben hat. Warum soll man wandern, wenn man das Land doch schon so gut kennt? Wieso wollen das so alte Leute von 70 Jahren und mehr wagen? Das Vorwort erhellt die Fragen und soll Neugier auf die Umstände wecken.
   
 
Erste Gedanken und Vorbereitungen
Wer wandern will, muss sich vorbereiten. Den Israel National Trail zu wandern, heißt, sich besonders gut vorzubereiten. Auf was muss man achten, was kann selbst erfahrenen Wanderern mit auf den Weg gegeben werden? Wie haben wir die Frage der mangelnden Karten gelöst?
Abb.: Die Trikolore des INT
 
Anreise und Start
Wir werden liebevoll von Freunden aufgenommen und der Bus bringt uns nach Norden. Im Kibbuz Dafna verbringen wir die erste Nacht und am nächsten Tag ab Dan laufen wir. Der nervöse Start wird zeigen, ob wir gut geplant haben. Wer so startet wie wir, kann gar nicht anders als mit Zuversicht losgehen.
Abb.: Erst müssen wir durch den Dan und dann geht es nass weiter
 
Grenzerfahrungen zu Beginn
Wir laufen von Ost nach West entlang einer unfriedlichen Grenze, aber in biblischer Schönheit und erhabener Ruhe und lassen die junge und gefährliche Geschichte der Pioniere in den Orten auf uns wirken, erleben den Frühling und begegnen schläfrigen Verteidigern des Landes. Zugvögel in Massen machen sich auf den weg und Schakale singen ihre Nachtlieder.
Abb.: Oberhalb des Hulatales staunen wir über die Zugvögel
 
Entlang der libanesischen Grenze
Auf dem Weg oberhalb von Kiryat Shmona führt uns der INT südwärts bis an den Knick der Grenze nach Westen bei Dishon. Wir erleben eine Waldeinweihungszeremonie des KKL, wandern hoch am Hang des Naftali Ridge und begegnen jetzt zum ersten Mal Mitwanderern.
 
Richtung See Genezareth
Ein schwieriges Stück wird beschrieben, aber auch eines der schönsten in Galiläa: Der Weg über den Har Meron und dann durch den gefährlichen Nahal Amud bis zum See Genezareth.
Abb.: Im verzauberten Nahal Amud
 
Zum unteren Galil
Wir wandern vom Arbel Kliff am See Genezareth vorbei und besuchen ihn auch, kommen zu den ältesten Kibbuzim Israels und sorgen uns um unsere Umwege, die wir schlechtem Kartenmaterial und mangelnden Informationen verdanken. Es ist jedoch eine traumhaft schöne, wenig anstrengende Strecke.
Abb.: Blick vom INT auf Degania und Umgebung
 
Mehr Pause als geplant
Wer wandert, sollte aber auch Zusatzzeit zur Besichtigung anderer Landschaften abseits des INT einplanen. Wir sind auf dem Golan, dem Gilboa, besichtigen Belvoir, wandern abseitige Strecken und baden dann in Sakhne in paradiesisch schönen Thermalquellen.
Abb.: Sakhne, Badeparadies im warmen Quellwasser
 
Richtung Haifa
Die Überquerung des Tabor mit seltsamen Zeremonien, die gastfreundliche Aufnahme im arabischen Dubarijah, Erlebnisse in Nazareth, Erinnerungen an den Unabhängigkeitskrieg, ein sehr nasses Hindernis auf dem INT und die Begegnung mit Pionieren Israels sind Inhalt dieses ereignisreichen Kapitels.
Abb.: steil geht am Tabor in Falllinie aufwärts
 
Weitere Erlebnisse vor dem Abschied
Wir testen ob wir demnächst im Negev wandern wollen und gewinnen viele Erkenntnisse. Tel Aviv ist eine Stadt, die unbedingt erwandert werden muss, 20 km Pflasterlaufen ist schlimmer als eine Bergwanderung in Galiläa.
Abb.: INT im Negev
 
Der Karmel brennt
Wir wollen nicht durch den frisch verbrannten Wald wandern, sondern dort als „Waldarbeiter“ helfen, in Zukunft derartige Schäden zu vermeiden. Das geplante Wanderjahr 2011 ist dadurch ersetzt worden – Erlebnisse, die wir nicht missen wollen.
Abb.: Kibbuz Beit Oren verbrannt
 
Neustart über die Burma-Road
Der INT tangiert Jerusalem an seinen Vororten. Von hier gehen wir los nach Norden. Die sogenannte Burma-Road aus dem Unabhängigkeitskrieg bildet einen großen Teil des INT. Selbst mit moderne SUV’s wird er nicht bezwungen. Wir lachen uns als Wanderer in Fäustchen und erfahren nach schrecklicher Kälte und Regen in den Jerusalemer Bergen den langsam heranziehenden Frühling.
Abb.: vor Beit Meir zweigt die Burma-Road ab
 
Niemandsland
Rund um Latrun wird es lieblicher und einfacher zu Wandern, aber die Geschichte ist komplex und begegnet uns auf Schritt und Tritt. Der Frühling zieht mit Macht ein, was will das Wandererherz mehr? Baustellen schaffen politische Fakten und zwingen uns zur Umkehr. Wir gelangen illegal ins Panzermuseum.
Abb.: Mimosen begleiten den Wanderer
 
Ballungsgebiete
Ein junger Israeli, gerade aus dem Wehdienst entlassen, begleitet uns und wir erfahren viel über das Sicherheitsnetz Israels an der Grenze, die parallel zu uns liegt. Auf der anderen Seite des INT liegt die dichte Urbanität des Großraums Tel Aviv, das wir heute erreichen.
Abb.: Eine der wenigen Begegnungen auf dem INT
 
Küstenweg
Spektakuläre Kliffe entlang der Küste gestalten das Wandern manchmal zur Rutsch- und Kletterstrapaze, aber unübertrefflich schöne Blicke machen in warmer Frühlingssonne jede Anstrengung wett.
Abb.: Pause auf der Kliffküste mit tiefen Wadis
 
Karmel bis Haifa
Der INT im Karmel ist nicht nur schön, sondern auch anstrengend. Liebliche Wege wechseln sich mit felsdurchsetzten Bachbetten ab, steile und enge Nahals im verbrannten und sich langsam erholendem Wald krönen die Erlebniswanderung und bunte Blütenteppiche zwischen verkohlten Baumstämmen verkünden die Kraft der Natur.
Abb.: Die Macher des INT haben es verstanden, den Pfad in die Natur zu legen.
 
Ich war ein Berliner
Die letzte Begegnung mit einem Pionier am Ende unserer Wanderreise soll eine Hommage auf die Menschen sein, die vor dem Naziterror flohen und eine neue Zukunft in dem historischen Land geschaffen haben. Der Abschied wieder in Tel Aviv.
Abb.: Das Glück, solche Freunde zu haben, „unvergessen“

Abb.: Das Glück, solche Freunde zu haben, „Abschiedsfrühstück“
 
Apell für und an Israel
Mit einem Apell, nach Israel zu reisen und alle Vorurteile zu Hause zu lassen befasst sich das Kapitel, aber auch mit einem Appell an Israel, touristisch nicht nur mit den allseits bekannten Sehenswürdigkeiten zu werben, sondern mit dem INT, der es verdient, in einem Atemzug mit andern weltbekannten Pfaden genannt zu werden.
Abb.: so wild und schön ist der INT
 
Tipps für den Wanderer auf dem INT
Bevor man sich auf den Weg macht, sind einige Besonderheiten zu betonen, die in diesem rein sachlichen Kapitel kurz und prägnant beschrieben werden. Worauf zu achten ist und wie man sich vorbereitet, ist entscheidend für den Genuss der Wanderreise. Je besser diese Tipps angenommen werden, umso schöner wird das Erlebnis und umso problemloser lässt sich die Strecke bewältigen.
Abb.: Nie ohne Stöcke laufen!
 
Literaturverzeichnis
Ein umfangreiches Literaturverzeichnis bezieht sich nicht nur auf den Text im Buch, sondern ist eine Leseempfehlung für jeden, der neben dem INT auch Israel und seine Besonderheiten besser kennen lernen möchte.
 
Glossar
Alle fremden Begriffe und Abkürzungen werden hier im Kapitel kurz erläutert